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Informatik
Methodisches Customizing und Standardsysteme
Informationsintegration und Midd
Forschungsschwerpunkt "Methodisches Customizing und Standardsysteme"
 
Problemstellung und neue Anforderungen
In den letzten Jahren haben sich für viele betriebliche Funktionen und Prozesse spezielle Anwendungssysteme herausgebildet. So sind beispielsweise für die Koordination, Kommunikation und Kollaboration in zumeist kreativen Teams Computer Supported Cooperative Work (CSCW), Informationsforen, Dokumentenmanagementsysteme (DMS), Projekt-/Prozessmanagementsysteme, Marktplätze, Gelbe Seiten, aber auch Expertensystemen als Teilaspekt der Künstlichen Intelligenz (KI) entstanden, welche den Forderungen nach Werkzeugen für den verteilten Zugriff auf gebündelte heterogene Informationen gerecht werden und damit den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Erfahrungen, Kompetenzen, Probleme usw. mit den Kollegen auszutauschen bzw. von diesen zu profitieren.
Des Weiteren existieren eine Reihe von Systemen, die in der Lage sind, Produktentwicklungsprozesse derart zu unterstützen und zu dokumentieren, dass die generierten Informationen weiterverwendet und bei ähnlichen Entwicklungen in der Zukunft genutzt werden können. Beispiele hierfür sind die gesamte Palette an CAx-Tools oder auch spezielle Systeme, welche Toolketten und damit die Integration von diversen CAx-Systemen ermöglichen. Hinzu kommen Produktdatenmanagementsysteme (PDM), die wiederum die strukturierte Verwaltung von heterogenen, aber produktbezogenen Daten unterstützen. Weiterhin sollen auch noch die Systeme für das Enterprise Resource Planning, welche für eine ressourcenorientierte kaufmännische Planung eingesetzt werden, für das Supply Chain Management (SCM), das Customer Relationship Management (CRM) oder auch das Product Lifecycle Management (PLM) aufgeführt werden.

All diesen Systemen ist gemein, dass sie zwar eine begrenzte Reihe von Funktionen und Abläufen integrieren können, innerhalb der gesamten informationstechnischen Landschaft eines Unternehmens jedoch als "stand-alone"-Lösungen anzusehen sind. Von einer Standardisierung oder offenen Architekturen sind wir angesichts der Marktmacht der jeweiligen Systemanbieter leider noch sehr weit entfernt!
Unser Lösungsansatz
Ein Fokus unserer Arbeit liegt darin, Methoden zur formalisierten Beschreibung von Anforderungen (Requirements Engineering) sowie von Produkt- und Prozesseigenschaften zu erforschen und auf dieser Basis komponentenorientierte abstrakte Standard-Anwendungssysteme zu definieren. Des Weiteren soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie die bisherigen kostenintensiven, aufwendig einzuführenden, anzupassenden und zu pflegenden äußerst komplexen Systeme leichter und gewissermaßen zu Laufzeit integriert und an die jeweiligen unternehmensspezifischen Anforderungen angepasst werden können.